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Eine statistische Umfrage des GKV ( Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie ) bei Kunststoffverarbeitern zu ihrem Rezyklateinsatz im Jahre 1997 ergab folgendes Ergebnis:
- 26% aller Verarbeiter setzen regelmäßig Kunststoffrezyklate ein
- 41% aller Verarbeiter setzen gelegentlich Kunststoffrezyklate ein
- 33% aller Verarbeiter setzen kein Recyclingmaterial ein
( Quelle: Publikation des GKV )
Die Hauptbegründung für den nur gelegentlichen Einsatz oder gar Nichteinsatz war und ist auch heute üblicherweise die Verarbeitungs- und Qualitätsfrage.
Grundsätzlich gilt beim Recycling aller Kunststoffe, dass das vorgesehene Endprodukt über die Qualitätsanforderungen an das Regranulat entscheidet. Grundsätzlich gilt auch, dass es keinen nicht wiederverwertbaren Kunststoff gibt! Dazwischen muss jeder Recycler und jeder potentielle Anwender seine Position hinsichtlich Produktqualität, Produkteinsatz und Kosten definieren. Überall dort, wo sich Recyclingqualitäten typisieren und reproduzierbar herstellen lassen, bieten sie eine kalkulierbare Alternative zu Neuware, vorausgesetzt natürlich, dass der Preis stimmt!
Nicht in allen Bereichen sind jedoch selbst aufwendig aufbereitete Regranulate statt Neuware einsetzbar. Viele öffentliche und betriebsinterne Vorschriften verbieten noch immer, trotz potentieller Eignung, den Einsatz von Regranulat. Ist die Einschränkung bei Kontakten mit Lebensmitteln noch teilweise nachvollziehbar, so ist sie bei manch anderen Anwendungen, auch im technischen Bereich, nur schwer verständlich.
Ohne auf Normen im Einzelnen eingehen zu wollen, haben sie doch mehreres gemein :
- feste Produktdefinition unter weitestgehendem Ausschluss von Variablen,
- Festschreibung von Qualitätsstandards auf höchstem Niveau, daß auch qualitative "Ausrutscher" immer noch den normalen Gebrauchsanforderungen genügen, und
- Schutzfunktion für eine häufig übertrieben aufwendige, teure Technik.
Aber es sind nicht nur die Normen allein, die den Einsatz von Regranulat einschränken. Zusätzlich gibt es da noch externe und interne Anwendungs-, Gebrauchs- und Prüfrichtlinien, die manchen Produktstandard so hoch ansetzen, daß er kaum mit typisierter Neuware zu erreichen ist. Ansätze einer sinnvollen Änderung dieses Systems sind inzwischen allerdings zu erkennen. Aufgrund aufwendiger Versuche - und nicht zuletzt der schon vorgeschriebenen Rücknahme-Verpflichtung - wird in immer mehr Bereichen der gezielte Einsatz von - typisierten - Regranulaten akzeptiert.
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